produktivität // floomedia

Produktivität? Mit diesen 8 Tipps nutzt du deine Zeit effektiver

„So viel zu tun und ich hab heut´ schon wieder nichts geschafft.“ Wer kennt´s nicht? Gefühlt 100 Dinge zu tun und nur 24 Stunden hat der Tag. Häufig nimmt man sich so viel vor und am Ende des Tages bleibt einem nicht viel mehr übrig als zu sagen: „Dann halt morgen.“ Und das Spielt wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich abermals. Produktivität – wie geht das?

Unproduktiv zu sein verursacht nicht bloß Stress, sondern kratzt auch an der Zufriedenheit mit sich selbst. Wie oft hat man sich schon gewünscht, anders zu sein – fleißiger, schneller, produktiver – aber „ich bin das halt einfach nicht.“ Kannst du aber sein! Produktivität kann man lernen: Wir geben dir acht Tipps, die dir helfen, das Meiste aus einem Tag herauszuholen!

Tipp 1: Finde heraus, wann du am Produktivsten bist

Richte deinen Tag danach aus, wann du am Produktivsten bist. Dazu bedarf es natürlich einiges an Selbstreflexion.

produktivität
Du bist nicht zu jeder Zeit gleich produktiv

Denk mal drüber nach: Wann bringst du am meisten weiter? Bist du ein Morgenmensch oder eine Nachteule? Jeder Mensch ist diesbezüglich etwas unterschiedlich, deshalb solltest du dir bewusst werden, in welche Kategorie du am ehesten fällst.

Was auch immer deine produktivste Zeit ist: Lege deinen Workfocus in dasselbe Zeitfenster und bewältige dort insbesondere deine schwersten Aufgaben. Tust du dies nicht, so vergeudest du Stunden, die du anders viel besser nutzen hättest können und deine Produktivität sinkt.

Natürlich muss angemerkt werden, dass vor allem unter der Woche man gewissen Zwängen unterliegt, da man nicht einfach so die Schule ausfallen lassen kann. Dennoch ist es vorteilhaft, sich dessen bewusst zu werden.

Tipp 2: Plane deinen Tag am Abend zuvor

Damit du am nächsten Tag gleich voll durchstarten kannst, solltest du dir am Vortag ein paar Minuten Zeit nehmen, um deinen Tag vorzuplanen und eine Struktur zu geben.

produktivität
Erstellung von To-Do-Listen bringt Struktur in deinen Tag und steigert so deine Produktivität

Wozu soll das gut sein? Wenn du bereits am Abend weißt, was wann zu welcher Zeit auf dich zukommt, kannst du Initiativen ergreifen, damit alles auch nach Plan verläuft. Beispielsweise weißt du, wann du aufstehen musst oder wie viel Zeit du fürs Mittagessen hast. Außerdem steigert ein Tagesplan auch tatsächlich deine Motivation, dich zu fokussieren und deine Ziele zu erreichen. Du wirst sehen, wie deine innerliche Genugtuung aufblühen wird, wenn du ein To-Do nach dem anderen auf deiner Liste abhacken kannst!

Eine solche Planung zu erstellen kann insbesondere am Anfang eine Herausforderung darstellen. Fang daher am besten klein an, nimm dir nicht zu viel vor und bleib mit deinen Zielen realistisch. Wenn du willst, kannst du auch Zeitpuffer einbauen, um eventuell verlorene Zeit wiederaufzuholen, ohne dabei deinen ganzen Plan neu aufwickeln zu müssen. 

Tipp 3: Genug Schlaf ist wichtig

Schlaf fördert deine Konzentration und genau das brauchst du, um deine Produktivität zu stärken. Ein gesunder Schlafrhythmus, wo du mindestens sieben Stunden Schlaf am Tag bekommst, ist dafür essentiell.

Schluss mit „eine Folge geht noch.“ Netflix, Instagram und Co. sind verführerisch, um sich dort bis spät nachts berieseln zu lassen, diese Zeit ist ja schließlich dein Ausgleich zu einem vermeintlich ach so produktiven Tag.

Aber egal wie angenehm es in dem Moment auch sein mag, die Reue, nachts so lang wach geblieben zu sein, ist am nächsten Tag doch größer. Vor allem dann, wenn man deswegen schon wieder nichts weiterbekommt.

Also: Setz dir fixe Schlafzeiten und passe diese auch daran an, wann du aufstehen musst (remember: Plane deinen Tag vor).

Tipp 4: Der Morgen macht den Tag

Ein produktiver Morgen motiviert dich, dieses Level an Produktivität auch für den restlichen Tag durchzuziehen.

Um gut und motiviert in den Tag zu starten, musst du nicht gleich die halbe Welt retten, es sind häufig kleine Dinge, die deinem Ego und somit deiner Motivation guttun. Dazu gehören zum Beispiel, dass du dein Bett machst, in anständige Klamotten wechselst, duschen gehst oder den Müll rausbringst.

Auch wenn diese Dinge dich zwar nicht mit deiner eigentlichen Schul-Arbeit oder dergleichen voranbringen, so wirst du dich dennoch besser fühlen und willst diesen Flow beibehalten. Deine Produktivität steigt.

Tipp 5: Weg mit Dingen, die dich ablenken!

Handy, Musik, Netflix und Co. verdienen zwar einen Platz in deinem Alltag, jedoch nicht in deiner Arbeitszeit.

produktivität
Multitasking ist eine Illusion: Du wirst unproduktiver

Multitasking gehört wohl zu den verbreitetsten Märchen, die es gibt. Die Fähigkeit, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren zu können, wäre zwar ein erstrebenswertes Ziel, jedoch gibt es sie nicht. Wissenschaftlich gesehen, ist dies neurobiologisch gar nicht möglich. Wenn du also deine Produktivität steigern willst, dann wirst du dich mit deiner vollen Aufmerksamkeit deiner Arbeit widmen müssen und nicht bei jedem Mucks deines Smartphones gleich deine Notifications checken. Schalte dazu am besten dein Internet aus oder lege das Handy überhaupt in einen anderen Raum, damit du gar nicht erst in Versuchung gerätst, es zu holen.

Tipp 6: Probiere verschiedene Strategien aus

Es gibt verschiedene Strategien, die dir dabei helfen sollen, dich stärker auf eine Sache zu fokussieren und dadurch produktiver zu werden. Zwei häufig bewährte Methoden, sind die Pomodoro-Methode oder die 2-Minuten-Regel.

Ob du´s glaubst oder nicht, aber es hatten schon zahlreiche Personen vor dir Probleme mit Produktivität. Und einige von ihnen haben deren Problem nicht einfach so hingenommen, sondern haben versucht, dieses zu lösen. Also wurden Strategien entwickelt, um die Produktivität ordentlich anzukurbeln.

In diesem Sinne entstand auch die Pomodoro-Methode. Diese funktioniert ganz simpel: Du arbeitest für 25 Minuten hoch konzentriert, ohne jegliche Ablenkung und gönnst dir anschließend fünf Minuten Pause. Du wiederholst das Ganze insgesamt vier Mal und machst dann 30 Minuten Pause. Diese Methode eignet sich speziell für Lernphasen, Hausübungen oder Ähnliches – also Dinge, die etwas längere Zeit in Anspruch nehmen.

Die 2-Minuten-Regel hingegen ist für kleinere Arbeiten geeignet. Sie besagt, dass alles, was weniger als zwei Minuten dauert, sofort erledigt werden soll. Kleinvieh macht bekanntlich Mist – erledige Kleinigkeiten also so früh wie möglich und steigere so deine Produktivität auf längere Frist.

Tipp 7: Halte deinen Arbeitsplatz sauber

Unterschätze nicht die Wichtigkeit eines sauberen Arbeitsplatzes. Chaos in deinem Umfeld trägt auch zu Chaos in deinem Kopf bei und mindert deine Produktivität.

produktivität
Clean desk, clean mind

Ein aufgeräumtes Zimmer bzw. Schreibtisch steigert nicht bloß deine Effizienz, auch deine Schnelligkeit, die Qualität deiner Arbeit und dein generelles Wohlbefinden verbessern sich. Du hast mehr Platz, dich für die Tätigkeit, die du gerade tust, auszubreiten, und dir wird es leichter fallen, alle dafür benötigten Dokumente, Zettel, etc. zu finden. Zeit und Nerven werden also auch gespart. Abgesehen davon bleiben dir nörgelnde Kommentare deiner Mutter erspart.

Tipp 8: Gönn dir Pausen und stärke deinen Körper

Ruhephasen und die richtige Ernährung sind essentiell für eine hohe Produktivität.

Um einen voll funktionstüchtigen Körper zu haben, brauchst du Energie. Diese fällt nicht einfach so vom Himmel und ein schneller Kaffee oder Energydrink pushen dich nur kurzzeitig. Greif deshalb lieber auf gute Lebensmittel und regelmäßige Pausen zurück. Wie du diese Pausen verbringst, ist natürlich dir überlassen, aber es empfiehlt sich, frische Luft zu schnappen, dich ein bisschen zu bewegen oder eine Kleinigkeit zu snacken.

produktivität
Eine gesunde Ernährung fördert deine Produktivität.

Da sind wir auch gleich schon beim Thema: Die richtige Ernährung. Generell solltest du wenig zu dir nehmen, dass deinen Stoffwechsel zu sehr belastet. Ok, und was heißt das jetzt? Fertigprodukte und Essen bestellen sind zwar sehr verführerische Optionen, jedoch sind sie voller Zucker, Salz und ungesunder Fette, die dich schlapp und träge machen. Worauf solltest du also zurückgreifen?

Eiweiß (Eier, Huhn, Tofu, Fisch, Bohnen), Kohlenhydrate (brauner Reis, Kartoffeln, Vollkornnudeln, Vollkornbrot) und gesunde Fette (Öl, Nüsse, Avocado). Besonders Äpfel eignen sich als Snack für Zwischendurch. Und keine Sorge: Nachdem du alles erledigt hast, was du erledigen wolltest, ist in deinem Magen auch sicher noch genug Platz für den einen oder anderen Griff in die Keksdose.  

Fazit

Es gibt einige Dinge, die dir helfen, produktiver zu werden. Doch auch wenn du all unsere Tipps anwendest, wird es Tage geben, an denen es nicht so läuft. Menschen sind keine Maschinen und können nicht 24/7 auf Hochtouren laufen. Sei dir dessen stets bewusst und lass dir davon nicht die Motivation nehmen.

Gerade wenn es einmal nicht nach Plan läuft, du dir etwas nicht merken kannst, Dinge länger dauern als du es erwartet hast, dann ist die Gefahr groß, gleich das Handtuch zu schmeißen. Dabei ist dies völlig menschlich, solche Tage gibt’s nun einmal und das ist völlig okay. Kopf hoch, morgen ist ja auch noch ein Tag – das kennen wir ja schon.