teemu paananen bzdhc5b3Bxs unsplash - floomedia

Reden wie in TED-Talks: 5 Tipps für die perfekte Präsentation

In TED-Talks scheint Vortragen immer so easy, doch wenn man selbst vor Publikum steht, sieht die Welt auf einmal ganz anders aus. Ganz so schwer ist die perfekte Präsentation aber dann doch nicht.

Manche Leute schaffen es, einen regelrecht in ihren Bann zu ziehen, während man andere bereits nach wenigen Minuten gerne auf Stumm stellen würde. Gut präsentieren hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Aber es gibt ein paar Tipps wie du, egal ob du eher der introvertierte oder der extrovertierte Typ bist, deine Präsentationen und Referate auf das nächste Level bringst. Fangen wir gleich damit an: Mit diesen 5 Tipps für die perfekte Präsentation wirst auch du zum Profi.

Was will ich bei meiner Präsentation sagen?

Tipp 1 für die perfekte Präsentation:
Überlege dir, was du anderen mitteilen möchtest und kommuniziere deine Absichten klar an das Publikum, damit dieses sich auskennt.

Perfekte Präsentation - Was will ich sagen
©Tumblr

Das klingt zwar logisch, ist aber viel wichtiger, als es zuerst scheint. Jede gute Rede, jeder Aufsatz und jedes Video hat eine Message. Je klarer und einfacher diese Botschaft zu verstehen ist, desto lieber hören einem die Menschen zu.

Wenn die Botschaft deiner Präsentation von Beginn an klar ist, fällt es deinem Publikum leichter, dir und deinen Absichten zu folgen. Leute mögen es, wenn sie bereits am Anfang wissen, worauf sie sich einlassen: Du klickst zum Beispiel ja auch eher auf ein YouTube-Tutorial, um etwas bestimmtes zu lernen.

Am besten ist es, wenn du dich am Anfang deiner Vorbereitungen hinsetzt und dir eine Kernbotschaft überlegst. Dein ganzes Referat sollte darauf hinarbeiten, diese Message zu vermitteln. Um deine Botschaft klar zu kommunizieren und dem Publikum vorab eine Art Leitfaden für die Präsentation zu geben, hilft es oft auch, die Message als Frage in den Titel zu schreiben: z.B. Warum stechen Stechmücken? statt Die Stechmücke – ein Referat von mir

Erzähle eine Geschichte

Tipp 2 für die perfekte Präsentation:
Erzähle eine Rahmenhandlung, die deine Präsentation interessanter macht und den Leuten im Kopf bleibt.

Perfekte Präsentation - Erzähle eine Geschichte

Tausende Jahre lang waren erzählte Geschichten der beliebteste Weg, um Information zu verbreiten. Alte Sagen, Heldenmythen, Fabeln und mehr waren nicht nur zur Unterhaltung da, sondern auch zum Lernen.

Heute ist das nicht anders: Geschichten regen Emotionen an und Emotionen helfen unserem Gehirn, sich Dinge besser einzuprägen. Wir Menschen verbinden Gefühle mit bestimmten Erlebnissen und Geschichten, die wir gehört haben.

Nutze also auch Geschichten, um deine Zuhöher*innen emotional zu binden. Deine Referate sind wesentlich interessanter, wenn sie eine Geschichte erzählen. Wenn Wissenschaftler*innen bei TED-Talks neue Errungenschaften vorstellen, erzählen sie oft eine Geschichte, die über die ersten Ideen, über Tests und Rückschläge bis hin zum finalen Outcome – der Lösung – erzählt.

Das Ergebnis: Man fiebert mit und ist subjektiv “live” bei der Entdeckung dabei – es ist spannend zuzuhören.

Präsentieren statt lesen

Tipp 3 für die perfekte Präsentation:
Denk immer daran, dass du das Zentrum des Vortrags bist. Leute wollen deine Expertise, um sich schnell mit dem Thema zu befassen. Du bietest zusätzliches Fachwissen zu den Slides an.

Perfekte Präsentation - Präsentieren statt lesen

Einer der häufigsten Gründe, warum sich das Publikum bei Vorträgen langweilt ist das Vorlesen beziehungsweise genaue Durchackern der einzelnen Slides. Pls don’t do that! Wenn ich etwas lesen möchte, lese ich. Klar kann man Bezug auf ein Detail in einer Vortragsfolie nehmen, dann aber gezielt und nicht zu häufig.

Ein kleiner Tipp am Rande: Je weniger auf deinen Slides steht, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass du Gefahr läufst, diese abzulesen. Schau dir mal Folien von großen Vorträgen an und beobachte, wie viel auf den einzelnen Slides steht. Oft sind das nur wenige Stichpunkte, zu denen der*die Vortragende dann ausholt.

Du bist der Mittelpunkt des Vortrags und die Leute wollen dir zuhören. Betrachte dich als “Mittelmann”, der für seine Zuhörer*innen das Meer an Informationen zusammenfasst und leicht verständlich erklärt. Je weniger auf einer Slide steht, desto interessanter und wichtiger wird das, was du den Leuten sagst. Die Leute sind dann nämlich auf dich angewiesen, weil sie nicht alle Informationen über das was sie sehen und lesen bekommen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Informationen dadurch auf mehrere Sinne aufgeteilt werden (Hörsinn und Sehsinn) und dadurch besser gespeichert werden können. Es gibt Studien, die belegen, dass die Wahrnehmung einer Information über mehrere Sinne zu einer besseren Erinnerung führt.

Das Publikum miteinbeziehen

Tipp 4 für die perfekte Präsentation:
Je interaktiver du präsentierst, desto aufmerksamer wird ein Publikum zuhören, weil es das Gefühl hat, etwas beitragen zu können.

Perfekte Präsentation - Das Publikum miteinbeziehen

Oft hängt es von der Art der Präsentation ab, ob man sein Publikum in seinen Vortrag miteinbeziehen kann oder nicht. Generell ist es aber von Vorteil, Interaktionen zu fördern, weil dann dein Publikum aufmerksamer wird. Sobald man selbst etwas beitragen oder die eigene Meinung kundtun kann, ist man interessierter und befasst sich selbst intensiver mit dem Thema.

Es gibt viele Wege, wie man Interaktion in seinem Vortrag fördern kann. Zum Beispiel könnte man seine Zuhörerinnen und Zuhörer dazu anregen, sich bei einem Gedankenexperiment zu beteiligen, bei dem sich jeder subjektiv mit dem Thema des Vortrags auseinandersetzt. Oder man stellt gezielt Fragen an das Publikum.

Das Problem hierbei ist jedoch, dass viele dieser Methoden bei kleineren Gruppen deutlich besser funktionieren als bei großen. Wer vor mehr als 15 Leuten spricht, wird es nicht schaffen, alle in seinen Vortrag miteinzubeziehen. In diesem Fall empfiehlt es sich, sich auf eine kleinere Gruppe zu konzentrieren, die sich beteiligt, während die anderen passiv zuhören.

Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, sein Publikum anzusprechen. Dank des Internets stehen uns viele verschiedene Wege offen: Es gibt zum Beispiel eine App, mit der du Live-Umfragen in deiner Präsentation abhalten kannst. Mit “iVoting” (nicht gesponsert) kannst du Fragen stellen, die deine Zuhörer*innen mit ihren Smartphones beantworten können. Du siehst dann in Echtzeit in deiner Präsentation, wie abgestimmt wird!

Wer das Programm mal probieren möchte, kann das hier auf ihrer Webseite tun: www.ivoting.co (Das ist keine Werbung oder so, wir finden die App einfach ziemlich nice)

 Du bist Expert*in deiner Präsentation

Tipp 5 für die perfekte Präsentation:
Du bist die Expertin/der Experte deines Vortrags. Niemand weiß, ob du was übersprungen hast oder etwas schiefläuft. Also: Kein Stress, das wird schon so passen.

Perfekte Präsentation - Du bist Experte
©Reddit

Wenn du vor deinem Publikum stehst, darfst du nicht vergessen, dass es dein Referat ist. Du hast es geschrieben und kennst dich über das Thema aus – zumindest besser als der Großteil im Raum.

Die meisten Leute hören das worüber du redest zum ersten Mal. Keinem wird es daher auffallen, wenn du im Stress mal unabsichtlich eine Slide oder ein Detail überspringst. Am besten ist, einfach so zu tun, als wäre alles in Ordnung und nichts passiert. #TheShowMustGoOn

Wenn du schon etwas geübter bist, kannst du auch auf dein Publikum achten. Je nachdem, wie aufmerksam oder interessiert es scheint, kannst du auf bestimmte Sachen etwas spezifischer eingehen oder Informationen weglassen. So passt sich dein Vortrag dynamisch an die Bedürfnisse deiner Zuhöhrer*innen an – das gilt natürlich nur für Informationen, die zusätzlich und nicht essenziell sind.

Fazit

Wir hoffen, dir haben diese 5 Tipps für die perfekte Präsentation gefallen. Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass es nicht “die perfekte Präsentation” gibt. Je nach Charakter des Vortragenden oder Thema kann die perfekte Präsentotion komplett anders aussehen.

Schlussendlich ist es dein Vortrag. Verleih ihm deine persönliche Note und verstell dich nicht. Das Wichtigste ist, dass du dich in dieser ungewohnten, angespannten Situation (halbwegs) wohlfühlst. Und der Rest wird schon klappen…

Good luck für deine nächste Präsentation!