Psychotherapie // floomedia

90.000 Studis, 35.000€ und ein Ziel: Gratis Psychotherapie! – aber halt nur für 46 Personen…

Zuletzt aktualisiert:

floo.Kurzfassung

  • Einmalig bis zu 750€ für sozial bedürftige Studierende der Uni Wien
  • Soziale Bedürftigkeit = Nettoeinkommen unter 900€
  • Knapp 47 Studierende können die Höchstfördersumme erhalten, bis der Topf aufgebraucht ist

Uni-Wien-Studierende können bis zum 24.6.2022 über den Psychotherapietopf der ÖH-Wien (Österreichische Hochschüler*innenschaft) eine Rückerstattung ihrer Therapiekosten beantragen. Dabei kann man eine Höchstfördersumme von 750€ bekommen. Die Förderungszahlung wird einmal pro Studienjahr vergeben und hängt laut ÖH von der sozialen Bedürftigkeit ab.

Soziale Bedürftigkeit?

Nach den Richtlinien liegt eine soziale Bedürftigkeit dann vor, wenn das monatliche Nettoeinkommen der letzten 3 Monate unter 900€ liegt. Als Einkünfte gelten alle regelmäßigen Geldflüsse auf das Konto. 

Personen, die sie zwischen 900€ und 1200€ im Monat verdienen, gelten als „potenziellsozial bedürftig“. Sie haben eine geringere Chance auf eine Förderung und können maximal 500€ erhalten.

Abdeckung der Förderung

Eine Therapieeinheit kostet in Österreich in der Regel zwischen 60€ und 120€. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) gewährt einen Kostenzuschuss von ca. 30€ pro 60-Minuten-Einheit.

Bei einem Mindestbetrag von 60€ pro Einheit, abgezogen der 30€ der ÖGK, können mit dem Höchstbetrag von 750€ 25 Einheiten gedeckt werden. 

Die ÖGK ist bei Studierenden die weitverbreiteste Krankenkasse. Aber es gibt auch noch andere Kassen in Österreich. Die BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau) und SVS (Sozialversicherung der Selbstständigen) bieten einen Kostenzuschuss von 40€ pro 60-Minunten-Einheit an.

Psychotherapiefördertopf – Wichtig, aber nicht flächendeckend

Insgesamt umfasst der Topf 35.000€. Somit können knapp 47 Studierende den Höchstbetrag von 750€ bekommen. Bei 90.000 Studierenden auf der Uni ist das eine kleine Anzahl. 

Es ist dennoch ein wichtiger erster Schritt, um Studierende bei ihren Therapiekosten zu unterstützen. Die Größe des Fördertopfes ist jedoch ausbaufähig.

Hier geht’s zu unserem Instapost über die Psychotherapieförderung der ÖH-Wien: Check it out 🙂